entdecken & genießen Sie die Welt der hochwertigen sortenreinen Olivenöle!

Was ist eigentlich Olivenölsensorik?

Wir Menschen haben ausgezeichnete Möglichkeiten Olivenöl (und überhaupt auch Lebensmittel) zu testen: unsere Sinne! Wir haben ein ganzes Netzwerk von Sinnessystemen. Uns allen bekannt ist die klassische Unterscheidung von 5 Sinnen (auch wenn das wissenschaftlich nicht ganz korrekt ist), sie gibt uns als Laien trotzdem einen guten Einstieg in das Thema:

  • sehen
  • riechen
  • schmecken
  • fühlen/tasten
  • hören

Ok. Genau genommen sind es bei Olivenöl 4. Das Hören hilft uns hier nicht weiter (anders als bei knusprigem Brot oder knackigem Gemüse ;-)). Schauen wir uns mal einige hier relevanten Sinne genauer an.

  • sehen: die Farbe von Olivenöl reicht von leicht gelb bis zu intensivem grün. Dazu erkennen wir ob es gefiltert ist oder nicht (also eher trüb).
  • riechen: unser Geruchssinn hilft uns, die Aromen wahrzunehmen. Das kann beim Olivenöl eine sehr breite Palette sein! Von grasig, grüne Tomatenblätter, aromatische Kräuter, grüner Apfel, gekochtem Gemüse bis zu reifer Banane (und vieles mehr).
  • schmecken: wir können mindestens 5 Grundgeschmacksarten unterscheiden, süss, sauer, salzig, bitter und unumami. Viele Wissenschaftler fügen noch eine 6. hinzu: fettig. Beim Olivenöl ist eine zentrale Geschmacksart die Bitterkeit. Ja, sie ist eine positive und natürliche Eigenschaft von Olivenöl!!! Wir haben eine extrem gutes Instrumentarium für das Erkennen von unterschiedlichen Bitterstoffen, alleine 25 Rezeptortypen nur dafür (bei süß sind es z.Bsp. nur 3).
  • fühlen/tasten: bei Olivenöl? Hier geht es zum einen um die Wahrnehmung im Mund. Wie fühlt sich das Öl an? Leicht oder eher dickflüssig? Und es geht auch um die Wahrnehmung von Schärfe. Ja, auch die Schärfe ist eine positive und natürliche Eigenschaft von Olivenöl!!! Hier gibt es eine sehr breite Palette von mild bis zu sehr scharf. Chili, schwarzer Pfeffer, Meerettich etc. sind alles mögliche Beschreibungen. 

Eine kleine Anmerkung am Rande: Hans Hatt (einer der führenden deutschen Geruchsforscher) spricht beim Schmecken auch vom "Riechen beim Essen". Wir riechen auch "retronasal" (über unsere "innere Nase": über den Mund-/Rachenraum gelangen gewissermaßen hintenrum auch Informationen zu unserer Nase).

Probiert es einfach mal aus, das macht riesigen Spass! Ihr braucht dazu keine professionellen Verkostungsgläser, nehmt einfach ein kleines Wasserglas, ca 15ml Olivenöl rein, Deckel (oder Untersetzer) drauf und es kann losgehen :-).